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Ich bin 60+ und jetzt?

100 Interessierte wurden erwartet - 200 sind gekommen. Am Dienstagabend lud die Gemeinde Visp zu einem Impulsabend ein, bei dem das Projekt VispSilver vorgestellt wurde. Bruno Kalbermatten moderierte durch den Abend.


VispSilver, Moderation, Bruno Kalbermatten

Der demografische Wandel ist eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit. Um dieser Entwicklung aktiv zu begegnen, hat die Gemeinde Visp das innovative Projekt "VispSilver" ins Leben gerufen. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Zukunft für und mit den Generationen 60+ durch konkrete Massnahmen und Initiativen zu gestalten. Ein zentrales Anliegen ist es, die Bevölkerung aktiv in diesen Prozess einzubeziehen.


Vielfalt der Zielgruppe 60+

Eine der grössten Herausforderungen von "VispSilver" ist die immense Vielfalt innerhalb der Zielgruppe der über 60-Jährigen. Diese Gruppe umfasst Menschen, die noch im Berufsleben stehen, pensionierte Personen, die noch sehr aktiv sind, sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Altersheimen, die auf Betreuung angewiesen sind. Projektleiter Christian Kalbermatter von Pluma betonte denn auch: "Diese Altersgruppe umfasst mehrere Generationen. Es ist herausfordernd, etwas zu gestalten, das alle anspricht."


Bestehende Ressourcen nutzen und weiterentwickeln

In Visp gibt es wie andererorts auch bereits zahlreiche Institutionen und Dienstleistungen, die sich an die Generation 60+ richten. Das Ziel von „VispSilver“ ist es daher nicht, neue Einrichtungen zu schaffen, sondern die bestehenden Angebote weiterzuentwickeln und besser zu vernetzen. Ein besonderer Fokus liegt darauf, nicht nur Hilfsangebote zu schaffen, sondern auch Plattformen, auf denen Menschen der Zielgruppe 60+ selbst Dienstleistungen anbieten können. Ausserdem will "VispSilver" die Generationen Jugend und Alter miteinander verbinden.


VispSilver, Moderation, Pasqualina Perrig-Chiello

Inspirierende Impulse von Pasqualina Perrig-Chiello

Bei der Auftaktveranstaltung von "VispSilver" hielt Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello einen inspirierenden Vortrag zum Thema „Wege in ein positives Alter“. In ihrem fesselnden Referat betonte die Professorin, dass die Babyboomer-Generation das Alter neu definiert hat. Heute begegnen Menschen dem Älterwerden mit mehr Selbstbewusstsein und Individualität als früher.


Perrig-Chiello forderte die Gesellschaft auf, sich nicht durch negative Altersbilder künstliche Barrieren aufzubauen. Sie ermutigte die Teilnehmenden des Abends, sich von solchen negativen Vorstellungen zu lösen und stattdessen mit Neugier und Offenheit das Alter zu gestalten.


Ein zentrales Element ihrer Botschaft war die Akzeptanz der eigenen Biografie. Diese Akzeptanz, so erklärte sie, führe zu innerer Ruhe, Dankbarkeit, Vergebung, Hoffnung und der Fähigkeit, loszulassen. Prof. Dr. Perrig-Chiellos Worte waren ein kraftvoller Appell an alle Anwesenden, das Alter positiv und aktiv zu gestalten und sich von begrenzenden Stereotypen zu befreien.


Mitgestaltung und Engagement fördern

Ein wesentliches Element von „VispSilver“ ist die aktive Einbindung der älteren Bevölkerung in den Gestaltungsprozess. Die Gemeinde möchte die Menschen ermutigen, sich einzubringen und ihre Erfahrungen und Fähigkeiten einzusetzen. Im Oktober und November stehen zwei Gruppenworkshops an. Bis Ende Jahr soll so eine erste Vision rund ums Projekt "VispSilver" entstehen.


„VispSilver“ zeigt, wie eine Gemeinde den demografischen Wandel als Chance nutzen kann, um eine inklusive und zukunftsorientierte Gesellschaft zu fördern, in der alle Generationen ihren Platz und ihre Aufgaben finden.

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